kreativ@home_20 … Rückblick

11 Malerinnen und 3 Kinder malten 21 Bilder zum Thema »Auferstehung« und 9 Eier! Zum Vergrößern der Werke einfach reinklicken!

Das Osterfest ist da – und damit auch, wie letztes Jahr, ein harter Lockdown. Besonders trifft es diesmal den Osten von Österreich. Von Auferstehung also keine Spur!
Auferstehen im Sinn von Neustart, Wiedergeburt, Familienfest oder Osterreisen …
ein gar nicht so leichtes Thema, über das sich diesmal nur Frauen gewagt haben.
Umso mehr könnt ihr euch nun über die vielen tollen Bilder freuen!
Die Anzahl steht jeweils wie immer bei den Namen der Teilnehmerinnen.

Dana (1) und ihre Tochter Ažběta (1) haben außerdem 4 Eier bemalt, Brigitta (1 Montage), Christa (1), Eva (2), Gerti (2), Grete (1) und 1 Ei, Josefine (1), Marianne (2), Sigrid (1), Ursula (3), Rosi (1) und 2 Eier, als Gäste haben Matthias und Eva 2 Eier bemalt.
Zum ersten Mal hat Tatiana nicht nur die Werke ihrer Kinder Alexandra (1) und Philipp (1) geschickt, sondern selber auch (1) gemalt!

Alle Werke – davon 2 »vor den Vorhang«

Aus der Fülle aller Bilder möchte ich auch diesmal zwei Einsendungen näher besprechen.

Wir alle in unserer Gruppe – viele sind Amateure – freuen uns immer wieder, wenn auch »blutige AnfängerInnen« oder Kinder es wagen, ihre Bilder zu schicken. Durch den Vergleich mit den anderen können sie sich weiter entwickeln. Aber auch geübte MalerInnen finden in deren naiven Sponanität immer wieder neue Impulse oder können aus Fehlern (die sie bei sich selber nicht sehen) etwas lernen.

Alexandra und Philipp haben dargestellt, wie wir alle uns die Stimmung zu Ostern wünschen. Und auch ihre Mama, Tatjana, hat sich diesmal getraut, ein eigenes Bild mitzuschicken: ganz frech zwinkert uns ihre Frühlingssonne zwischen den Regentropfen zu!

Alle drei malen mit Wasserfarben auf relativ dünnes Papier, das sich beim Trocknen stark wellt. Zur Demonstration habe ich die ursprünglichen und die bearbeiteten Bilder nebeneinander gestellt (bitte die Bilder anklicken!). Die dunklen Dellen und Schatten kann ich in Photoshop abschwächen oder ganz entfernen, aber dabei gehen dann auch manche Feinheiten der Malerei verloren. Abgesehen davon: die Originalgemälde werden natürlich nie mehr glatt.

Es gibt nun 3 Möglichkeiten dies zu vermeiden:
1. male auf ein dickeres, geleimtes (Aquarell)Papier oder einen Aquarellblock und
2. arbeite ohne viel Wasser mit möglichst trockenem Pinsel. ODER:
3. befeuchte dein Papier mit einem Schwamm, streiche es glatt auf einer festen Unterlage (ein Reißbrett, eine Kunststoffplatte oder die Tischplatte, klebe die Ränder rundherum mit (Papier)klebebändern fest und lass es trocknen. Wenn du darauf malst, wird es sich wellen, beim Trocknen glättet es sich jedoch wieder. Erst dann schneidest du es herunter.

Uschi schickte 2 Versionen einer Zeichnung mit der Feststellung:

»Ich weiß aber nicht welches mit der Perspektive und den Schatten besser ist.«

Abgesehen davon, dass in beiden Zeichnungen Perspektive und Schatten* völlig unrealistisch dargestellt sind und auch die Bruchstelle so nicht passt, ist dies für eine solch symbolische Darstellung nicht wesentlich. In der rechten Zeichnung scheint das Licht von unten zu kommen – von der Dornenkrone aus – und der abgebrochene Teil des Kreuzes schwebt in der Luft, als würde er nach vorne auf den Beschauer fallen.

Ich finde diese Darstellung besser, weil sie dynamischer ist als die linken Zeichnung – die Uschi danach angefertigt hat. Was meint ihr?
Oft ist es so, dass ein Bild lockerer wird, wenn man es sofort ein 2. Mal zeichnet oder malt, hier ist das Gegenteil der Fall, weil man der 2. Zeichnung die »bewusste Konstruktion« ansieht.

* Perspektive und Schatten können wir vielleicht einmal im Sommer bei einem Treffen üben.

Mit »Auferstehung« haben fast alle das Wachsen und Blühen im Frühling verbunden, ebenso Ostermotive wie Häschen, Küken und Eier. Die symbolischen Motive sind alle sehr beeindruckend: die aus dem abgebrochenen Kreuz wachsende Rosen; die in Öl gemalten 2 Tafeln eines Tryptichons »Baum und Wasserlauf«; das Sonnenlicht mit der sprießenden Pflanze; die leuchtenden Erscheinung (in dem diesmal von Sigrid stammenden Titelbild), die aus dunkler Höhle kommend die schweren Steine beiseite räumt und sich voll Kraft dem Licht entgegenstreckt.
Ich selber habe mich von einem ORF-Bericht über den wiederauflebenden Gartenzwergkult inspirieren lassen!

Dem Aufruf Eier zu bemalen sind nicht alle gefolgt, einige bunte Ostereier haben wir trotzdem zusammen gebracht!
Brigitta hat mit ihren Enkelkindern aus lustigen Details eine Ostercollage zusammengestellt.
Dana hat mit ihrer Tochter ganz traditionell mit Zwiebelschalen gefärbte Eier mit weißem Wachs bemalt – das flüssig Wachs wird mit einer Stecknadel aufgetragen! Sie hat ein Video dazu geschickt. Außerdem hat sie mit Ažběta eine »Morena« gebastelt. Diese weibliche Gottheit der slawischen Mythologie bringt den Frühling und Fruchtbarkeit. Zur Zeit der Frühlings-Tagundnachtgleiche basteln Schul- und Kindergartenkinder traditionell Morena-Puppen, bei Umzügen mit lustigen Liedern werden diese als Symbol des Winters ins Wasser geworfen.
Mit diesen Bildern und Geschichten wünsche ich euch allen FROHE OSTERN!

Hier ist nun der »Nachtrag«, ein weiteres Bild von Josefine, eine Auferstehung von Christa und meine Gartenzwerge!

Ein ganz besonderes Bild zum Thema hat Barbara nachgeliefert – das Motiv des Schmetterlings, der gerade seine Hülle verlassen hat, ist ihr erst während unserer k@h-Folge 21 in den Sinn gekommen!

kreativ@home_21 – Vorschlag für die nächsten 2 Wochen:

An unserer Aktion »kreativ@home kann jeder mitmachen – die Teilnahme ist kostenlos!
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