Mal-/Gambenseminar 2022 Rückblick

Es war soweit! Auf ins Südburgenland!

Es gab sogar ein Jubiläum zu feiern!

Nach der Corona-bedingter Pause konnten wir uns wieder treffen!
Susanne Jungnikl hatte 2009 zum 1. Seminar für GambenspielerInnnen & MalerInnen / Anfänger und Fortgeschrittene – eingeladen, heuer fand es zum 10. Mal statt, wie fast jedes Jahr zu Christi Himmelfahrt.
Ihrer Einladung folgend bildeten sich zwei kleine Gruppen, die die Atmosphäre und das gemeinsame kreative Tun voll Freude genossen, wobei das ein wenig wechselhafte Wetter der guten Stimmung keinen Abbruch tat.

Alle TeilnehmerInnen bezogen nach der Ankunft am Donnerstag im Gasthof Wukovits-Sommer ein Einzelzimmer. Susanne teilte uns den »Stundenplan« für die Mahlzeiten mit: Frühstück 8–9 Uhr, Mittagessen ab 13 Uhr, Abendessen um 18:30 – woraus sich die Kurszeiten ergaben.

Am Gamben-Kurs von Johanna Carter, wie immer unterstützt von Richard (beide li.), nahmen Lena, Aban, Sigrid, Fabienne und Franz teil (vorne in der Mitte Susanne Jungnikl).
Mit Rosi Grieder-Bednarik (2. v.li.) malten dieses Jahr Ulrike, Guy, Helena und Michael

Da die Volksschule gerade umgebaut wird, übten die MusikerInnen diesmal in der Kirche, im kath. Jugendheim und im Gasthof. Die MalerInnen fuhren zu verschiedenen Plätzen in der Umgebung, soweit das Wetter es zuließ.

Hier unterrichet Johanna Susanne, Aban und Lena in der GasthofAula.

1. Tag – Donnerstag

Die Malgruppe begab sich gleich am Ankunftstag, da das Wetter noch stabil war, nach Heiligenbrunn – für die kommenden Tage war nämlich Regen angekündigt.
Beliebte Motive in Heiligenbrunn sind die historischen Kellerstöckln. Leider wurde in den vergangenen zwei Jahren die Renovierungen verschiedener Gebäude durchgeführt, wodurch unserer Meinung nach der Charme der Kellergassen sehr gelitten hat. Wir haben die neuen Häuser »ausgeblendet« und und die Stimmung von früher eingefangen.

2. Tag – Freitag

Das Wetter blieb freundlich, daher gings am Vormittag wie schon vor einigen Jahren nach Sulz. Wir malten alle den ehemaligen, verfallenden Festetics-Gutshof (um 1800 errichtet) bzw. den Park – bis auf Helena, die an den zerfledderten Fahnen der ebenfalls verlassenen Vitaquelle (dem Brunnenhaus von Güssinger Mineralwasser aus der 1. Hälfte des 19. Jh.) an der anderen Straßenseite Gefallen fand.

Nach dem Mittagessen ging es nach Güssing an den Teich, einen unserer beliebten Malplätze. Unser Motiv zeigt das Titelbild: die Burg Güssing.

3. Tag – Samstag

Es war ziemlich kühl und wir mussten mit Regen rechnen. Ulrike war an diesem Tag nicht bei uns.
Am Vormittag bauten wir den überdeckten Teil des Innennhofs zum Atelier um, indem wir uns rund um einen der Tische unter Dach platzierten und Blumen in kleinen Vasen und Topfpflanzen aufstellten. Mein Vorschlag, diese Motive als Geschenke für Susi, Johanna und die Wukos-Schwestern zu malen, wurde von allen gut geheißen.

Außerdem hatten wir einen Auftrag: Sigrid hatte eine kleine Schatzkiste mitgebracht, die wir als Postermotiv für ihr Projekt »Beziehungskiste« malen sollten. Auch das hat allen gefallen!

Schräg gegenüber vom Gasthaus gleich neben der Schule hatte ich einen unbewohnten, an einige Stellen überdachten Hof entdeckt, mit einem sehr malerisches Nebengebäude und einem alten Bus. Gleich nach dem Mittagessen begannen wir also hier, vor dem Regen geschützt, zu malen.

Zum letzten gemeinsamen Abendessen versammelten wir uns im Speisesaal an einem voll gedeckten Tisch mit Schilcher-Frizzante zum Anstoßen!

Im Namen der KursteilnehmerInnen überreichte Sigrid wie alle Jahre Blumen-Geschenke an Susanne und die Kursleiterinnen sowie an die Wukos-Schwestern Christl, Gisi und Moni zum Dank für die aufmerksame Betreuung.

4. Tag – Sonntag

Während die Malgruppe nach dem Frühstück ein letztes Mal zum Pinsel griff, um die Bilder vom Samstag fertigzustellen, bereitete ich die Ausstellung im Jugendheim vor, das sich nach dem Umstellen einger Möbelstücke sehr gut für diesen Zweck eignete.

Insgesamt 25 Bilder haben wir in 2 ganzen und 2 halben Tagen geschaffen!

Um 11 Uhr begann unsere Matinée mit dem Konzert in der Kirche, und wir lauschten gemeinsam der schönen mittelalterlichen Gambenmusik, vorgetragen von Richard, Susanne, Fabienne, Franz, Sigrid, Lena, Aban und Johanna. Danach ging es die wenigen Schritte in die Ausstellung, wo alle unsere Bilder bewunderten.

Nach dem letzten gemeinsamen Essen an dem liebevoll gedeckten Tisch, das wie alle Tage (mittags und abends!) aus Salatbuffet, Suppen und 2 Hauptspeisen sowie Nachtisch bestand, überreichte ich zum Dank unsere Blumen-Bilder an Susanne, Johanna und die Wukos-Schwestern. Sigrid bekam unsere »Kisten-Bilder« und versprach uns ihr Projekt-Poster zu schicken. Meine Schwester Susanne, die die Kurse immer organisiert und so perfekt vorbereitet, hatte für alle TeilnehmerInnen – wie es schon Tradition ist – ein Erinnerungsblatt mit Gruppenfoto vorbereitet.

Im Google-Album »Aquarell/Gambenseminar 2022« sind noch einige Fotos mehr zu finden!
Viel Freude beim Anschauen!

Das Wetter war besser gewesen als angekündigt, nun ging es bei Regen nach Hause.
Wir haben uns verabschiedet in der allgemein geäußerten Hoffnung …

… auf ein Wiedersehen zu Christi Himmelfahrt am 18. Mai 2023!